DIY: Synthesizer mit Sequenzer

Vor kurzem bereits berichtete euer Lieblingsblog darüber, wie man auf einfache Weise selbst Elektronik konstruiert, die zur Klangsynthese taugt. Dieses Experiment geht nun in ein Next-Level über.

Das Projekt “Audioterror” (Daniel Fontes und Michael Ilg) beschäftigte sich damit, wie viel mit dem - bereits im letzten Beitrag kurz vorgestellten - Entwicklungsboard von Arduino möglich ist und wo seine Grenzen liegen. Im Gegensatz zum ersten Prototypen besitzt der neue Synthesizer einen Atmega 328 Chip. Der wichtigste Grund hierfür ist der größere Flashspeicher (32kb statt 16kb), welcher es ermöglichte, (schlecht aufgelöste) Samples auf dem Board zu speichern und einen Sequenzer zu realisieren. Die üppige Anzahl von Schaltern und Knöpfen wird seriell über ein ShiftIn Register an das I/O-Board übergeben.

Mood 1

Der Sequenzer besitzt 4 Spuren mit je 8 Schritten, wodurch sich einfache Beatloops erzeugen und gut variieren lassen. Ein nettes Feature ist hier der “Almighty Random Switch”, mit welchem Zufallsbeats erzeugt werden können. Der Synthesizer arbeitet nach dem Prinzip der Frequenzmodulation, sprich im konkreten Fall mittels Überlagerung von 2 Sinuswellen, deren Frequenzen und Modulationstiefe frei einstellbar sind. Dieses Prinzip ist spätestens seit der Ersterscheinung von MOOG Kult-Synthesizern in den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts (wie MiniMOOG oder den MOOG Modular Systemen) als Standard-Syntheseart für viele elektronische Musikgeräte integriert. Die komplexe Sounderzeugung ermöglicht ein selbst gebauter 8-Bit DAC (Digital Analog Converter), welcher nach dem R/2R-Prinzip aufgebaut ist:

8-Bit DAC

Nach dem Flashen von Firmware und Software auf das Board blieben schließlich noch knappe 25kb Platz, um Samples auf das Board zu schieben. Hierzu wurden Samples eines Roland TR-808 auf eine 22000khz Auflösung Mono heruntergeschraubt und ziemlich Roh in einem Array auf dem Board abgelegt.

…. doch vorerst genug gequasselt, hier ein Demo-Video zu der Kiste:

Wer an der genaueren Umsetzung interessiert ist, kann sich die Dokumentation herunterladen: Dokumentation: Arduino Audioterror

Eine Live-Demonstration gibt es voraussichtlich am 29.07.2009 an der Hochschule Augsburg, während der dort stattfindenenden Diplom- und Projektpräsentationen des Studienganges Multimedia/Interaktive Medien.

Des weiteren, hier noch ein Paar Moods:

Bohren der Platte
Bohren der Platte nach selbst entworfenem Layout

ShiftIn Prinzip
Schaubild: Prinzip ShiftIn Register CD4021Be

Shiftin Verlötet
Fertig verlötete Shiftregister

Löten der Komponenten
Einbau in Platte

Verlötet und verbaut
Kabelsalat….

… und ein paar sinnlich, sexuelle Bilder
mood 2

mood 3

mood 4

Sourcecode gibts auf Anfrage.

6 Responses bis jetzt. »

  1. 1

    erwin s. said,

    Juli 19, 2009 @ 18:45

    Wie? Noch immer kein Kommentar?
    Das Ding is fett und fresh! Hoffe es mal irgendwann live besichtigen zu können.

  2. 2

    akibwoii said,

    Juli 19, 2009 @ 22:09

    oida ich nehm das baby mit auf die insel. dann könnt ihr euch a weng anfreunden.

  3. 3

    arec said,

    August 22, 2009 @ 11:25

    wie was geht , woher hast du des? hast du des gebaut, bist du der jenige der kommentiert , ich bin plaaattt. kuuuhles spielzeug!

  4. 4

    Michael said,

    August 29, 2009 @ 11:32

    Keine Frage, das Ding ist sehr cool!

  5. 5

    Soundblaster said,

    Dezember 15, 2009 @ 22:21

    Das Ding ist der Hammer :-)

  6. 6

    Andi said,

    Januar 2, 2010 @ 22:26

    Cooles Teil! Endlich eine gute Idee für etwas das ich mit meinem Neffen und meiner Tochter basteln kann. Ich werd wohl der einzige sein den es am Ende wirklich interessiert. ;)

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