Do it your self: Synthesizer
Moin Folks!
Der ein oder andere mag von Zeit zu Zeit von fetter Hardware zur Klangsynthese träumen. Doch meist bringt ein Blick auf das Preisschild im Musikladen so manchen Traum zum platzen.
Eine preiswerte Möglichkeit gibts doch: selbst bauen. Dies mag viele vielleicht abschrecken. Doch der Bau eines einfachen Synthesizers ist nicht schwer und mit geringem Elektronik-Wissen realisierbar. Hier mein erster selbstgebauter Synth nach einer Anleitung von Beavis Audio Research, an welchem ich derzeit rumbaue, erweitere etc. Bei dem Gerät handelt es sich um einen 8-Step Synth-Sequenzer mit variabler Geschwindigkeit, Tonlängen und Frequenzen.

Zur Klangerzeugung habe ich testweise ein Arduino-Board mit ATmega168 Chip verwendet. Aufgrund seiner durch die Pulsweitenmodulation eines Digitalausganges erzeugten Tonfrequenzen ist dieser nur bedingt dazu geeignet, als Oszillator für einen Synthi zu arbeiten. Jedoch lässt sich mit dem (geschätzten) Frequenzbereich von 100Hz - 3kHz definitiv arbeiten. Das Arduino-Board lässt sich über die hauseigene Software programmieren, wodurch man sich das basteln von Oszillator-Schaltungen sparen und zudem die Bedienelemente programmieren und justieren kann. Die Syntax ist hier nahezu identisch mit Processing und somit für jeden verständlich, der schon auf Java-Plattformen programmiert hat.
Hier eine kleine Hörprobe des Geräts: sounddemo
Trotz dieser Erleichterung müssen die Schaltungen für die Kontrollelemente von Hand gelötet werden. Ich habe mich hierbei an dem Schaltplan von Beavis Audio Research orientiert:


Den fertigen Synth habe ich aus Transportgründen und zur besseren Handhabung noch fix in ein Kunststoffgehäuse eingebaut.

Da ich keine Batterie zur Hand hatte, zieht das Gerät seinen Strom via USB vom Rechner. Gibt man dem Gerät eine eigene Stromversorgung, kann das USB-Kabel nach dem Flashen des Programmcodes vom Synth getrennt werden.

Diese simpel strukturierte Soundbox ist ein guter Ausgangspunkt für weitere Modifikationen. Als nächste Schritte werde ich nun noch einen Low-Pass-Filter an den Digitalpin basteln, der für den Sound zuständig ist, um nervige Hochtonclips wegzuschneiden. Des weiteren ist geplant, das Gerät um zwei echte Oszilatoren (+ Knöpfe und Poties zur steuerung) zu erweitern um gängige Klangsynthesemethoden wie Ringmodulation realisieren zu können.
na… lust bekommen? viel Spaß beim basteln!

anton said,
Mai 15, 2009 @ 23:28
absolut geil! hätte beim lesen nicht gedacht, dass es so einen guten sound macht. viel erfolg noch mit deinem filter!