Die passauer Kunstnacht läd auch dieses Jahr wieder ein, schöpferische Werke aus der Region zu erleben und bietet euch die Möglichkeit, Teil des ganzen zu werden. Neben den vielen Ausstellungen und Performances habt ihr am 10. Juli 2009 die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden und an einem Gemälde mit gigantischen Ausmaßen mitzuwirken.
Der allseits bekannte Graffiti-Writer und Künstler BONS der INKSULIN-CREW aka. Moritz D. aus H. bei P., jetzt M., will zusammen mit aktiven und interessierten der zeitgenössischen Kunst-Kultur-Straßen-Avantgarde die Kaps-Unterführung neu gestalten. Geplant ist, einen Untergrundriesen zu erschaffen, welcher sich über die gesamte Unterführung erstreckt. Sein Körper soll übersät sein mit Tättoowierungen, welche nach den verschiedensten Methoden angefertigt und aus den verschiedensten Materialen bestehen können. Und da kommst DU ins Spiel, denn jeder ist dazu eingeladen, einen Teil des gigantischen Körpers zu schmücken, und sich so als Teil eines lebendigen Ganzen an diesem Ort zu verewigen.
“Bei diesem Projekt ist unbedingt zu berücksichtigen, dass mit der Renovierung der Schanzlunterführung ein nicht uninteressantes Phänomen verschwunden ist und zwar die über Jahre fast wöchentlich von unzähligen Personen hinterlassenen Spuren in Form von oft sehr hochentwickelt anzusiedelnden, wenn auch in schlechtem Ruf stehenden Tags bis zu den großen aufwändigen Produktionen von Sprühern aus Passau, Berlin, Regensburg, Landshut etc. Diese hinterlassenen Zeichen und Bilder waren zweifelsohne von unterschiedlicher Qualität und es gab Primitives ebenso wie Intelligentes. Dieser Prozeß hat die Unterführung in gewisser Weise zu einem zentral gelegenen, lebendigen Ort gemacht, an dem sich für (v.A. junge bis jungalte) Besucher der Stadt ablesen ließ, dass es sich bei Passau um eine lebendige Stadt handelt .”
Nach der üblichen wilden “Samstag Abend Feierei” gibts heute für den gemütlichen “Sonntag Nachmittags Surf” mal etwas härtere Kost über ein Thema, welches jeden der diesen Blog - oder allgemeiner - jeden der sich im Internet bewegt was angeht. Beginnen werden wir unsere kleine Reise mit etwas Geschichte, streifen etwas Juristerei, gehen über zur Politik und enden wo wir angefangen haben: im Netz.
Es ist nun ziemlich genau 60 Jahre her, als sich ein Haufen kluger Männer und Frauen hingesetzt hat um unserem Land und den damals chaotischen Zuständen eine Gewisse “Grundordnung” zu verleihen. Eigentlich als Provisorium gedacht zauberten besagte das Grundgesetz aus dem Hut, welches jedem Bürger gewisse Grundrechte zugesteht. Dazu gehören zum Beispiel Glaubensfreiheit, Freizügigkeit, Versammlungsfreiheit und das Recht der freien Meinungsäußerung. Also im großen und ganzen eine sehr freiheitliche Sache, was ja Anfangs sehr positiv zu bewerten ist.
Dass es mit der Freiheit, die dem Volk gewährt werden soll, vielleicht dann doch nicht soweit her ist, wird heutzutage vorallem an Stellen sichtbar, an denen sich besagtes Völkchen der staatlichen Kontrolle weitestgehend entzogen hat. Damit meine ich das liebe Medium, welches euch mit Musik, Kommunikation, Fernsehen und Nachrichten nahezu kostenlos und (noch fast) ohne Einschränkungen des Staates beliefert… das Internet. Eine meiner Lieblingsstellen aus beschriebenen Schriftstück wird in Artikel 5 genannt:
Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.
Wollt euch bloß schnell mit nem Kurzfilm belästigen, den ich in den letzten Monaten gedreht hab.
Es geht grob um typische Ereignisse, die der Durchschnittsmensch nachts erlebt und die durch die Hauptperson “Do” miteinander verbunden sind. Der Soundtrack ist von mir, dank gütiger Mithilfe von Duktus, Mishoo the Drumkit und Shuanise.